Beruf oder Hobby

Wenn Schreiben ein Handwerk ist, dann gilt natürlich auch, dass man dieses beruflich oder als Hobby ausüben kann. Je nachdem, wie ernst es Ihnen ist, dass Ihre Werke auf ein über das private Umfeld hinausgehendes Interesse stoßen, desto ernsthafter müssen Sie sich mit dem Schreibhandwerk und dem Literaturgeschäft beschäftigen.

Sobald Sie Ihren Text (Ihr Bild, Ihre Bastelarbeit) irgendwem zeigen, müssen Sie mit Rückmeldung rechnen. Unter Umständen mit gnadenlos ehrlicher Rückmeldung. Besonders, wenn Sie sich in ein Schreibforum oder eine Schreibgruppe begeben oder einen Lektor ansprechen. Je fremder die „Betaleser“ sind, desto stärker werden diese „professionelle“ Maßstäbe anlegen, Ihren Text also nicht als Hobby-Werk sondern als „ernsthaft für Veröffentlichung gedacht“ bewerten.

Kurz gesagt: Der einzige Unterschied zwischen Hobby- und Berufsschreiberei besteht darin, dass man als Hobby-Autor Kritik ignorieren kann. Sobald man einen Text wirklich veröffentlichen oder gar verkaufen will, kann man sich solche Ignoranz nicht mehr leisten.